Handballerinnen des SC 04 Schwabach treffen am Sonntag im Pokalturnier in Erlangen auf Bayernligist HC Erlangen

Die erste große Herausforderung wartet auf die Handballerinnen des SC 04 Schwabach. Im Molten-Cup steht die zweite Runde auf dem Terminplan, und der wird in einem Turnier ausgetragen. Marcus Grüßner, der die Frauen des SC 04 seit dieser Saison betreut, sieht seine Schützlinge gut gerüstet für die anstehende Saison.

Sechseinhalb Jahre lang hat Grüßner Männermannschaften trainiert. Zuletzt beim ambitionierten TV Roßtal. Obwohl Erfolge da waren (22:0 Punkte) und teils hohe Siege eingefahren worden waren, trennte man sich mitten in der Saison. Offensichtlich hatte die Chemie zwischen Trainer und Mannschaft nicht gepasst — so etwas soll vorkommen. Zuvor freilich hat sich Marcus Grüßner beim TSV Wendelstein einen Namen gemacht. Sechs Jahre lang betreute er die Männer, führte sie hoch bis in die Bezirksoberliga. Davor hatte er vier Jahre lang die Wendelsteiner Frauen gecoacht.

SG-Frauen auf dem Schirm
Die Schwabacher Handballerinnen hatte er in dieser Zeit immer mal wieder auf dem Schirm gehabt, besuchte auch das eine oder andere Spiel. „Es gibt bei uns in der Region nicht sehr viele hochklassige Mannschaften — die Frauen der SG Schwabach/Roth schafften es zuletzt immerhin bis in die Bayernliga“ — aus seinen Worten klang sehr viel Respekt für die Arbeit, die in der Nachbarschaft geleistet wurde.

So musste Grüßner, der zudem auch noch in Wendelstein zu Hause ist, nicht lange überlegen, als er das Angebot bekam, die SC-04-Handballerinnen zu übernehmen. Dabei spielte auch keine Rolle, dass die Mannschaft nach nur einem Jahr in der Bayernliga gleich wieder absteigen musste. „Auch in der Landesliga wird guter Handball gespielt — für mich ist es eine große Herausforderung, die Mannschaft zu führen“, ließ er durchblicken.

Kleiner Kader mit Qualität
Die Probleme, mit denen sich der neue Trainer in Schwabach auseinandersetzen muss, sind so neu nicht. Auch sein Vorgänger Wolfgang Scharnowell hatte damit zu kämpfen, dass der Kader beim SC 04 nicht sehr breit aufgestellt ist — trotz der einen oder anderen neuen Spielerin, die hinzugestoßen ist. Allerdings, und davon konnte sich Grüßner bereits während der ersten Trainingseinheiten Ende Juli überzeugen: „Der Kader ist zwar relativ klein, aber er besitzt große Qualität!“ „Es wird Zeit, dass es los geht!“ Eine lange Vorbereitung liegt hinter Trainer und Mannschaft. In Goldschlägerhalle und Hans-Hocheder-Halle habe man sich gezielt auf den Start vorbereiten können. Eine Vorbereitung, die mal intensiver, mal weniger (je nach Anzahl an Urlauberinnen) durchgezogen werden konnte. Das ist auch der Grund, weshalb für Grüßner die Ergebnisse in den Testspielen eher weniger Aussagekraft besitzen. Unter anderem habe man gegen den Bayernligisten TSV Zirndorf getestet, gleich zwei Mal gab es ein Kräftemessen mit dem SV München Laim, dem letztjährigen Tabellenfünften der Landesliga Süd.

In all diesen Spielen habe man sich im Rahmen der Möglichkeiten gut aus der Affäre ziehen können. Jetzt seien aber so langsam alle zur Verfügung stehenden Spielerinnen an Bord. Das sollte auch so sein, denn die Punktspielsaison steht unmittelbar bevor. Am Samstag, 15. September, findet um 19.30 Uhr in der Goldschlägerhalle das erste Saisonspiel gegen HC Sulzbach-Rosenberg statt.

Einen ersten Gradmesser freilich gibt es für Trainer und seine Mannschaft aber bereits am morgigen Sonntag in der Erlanger Karl-Heinz-Hirsemann-Halle im Verbandspokal. Gegner im Halbfinale ist um 12.45 Uhr der HC Erlangen, im Vorjahr Bayernliga-Rivale, der die Saison auf einem starken vierten Platz abschließen konnte. Da wird sich gleich mal zeigen, was die Spielerinnen des SC 04 darauf haben. Das zweite Halbfinale bestreiten zuvor (um 10.30 Uhr) Bayernligist 1. FC Nürnberg und die HG Ansbach (BOL). Die Sieger bestreiten um 15 Uhr das Finale.